L-Spatz 55

Spannweite15 m
Länge6,25 m
Höhe1,20 m
Höchstgeschwindigkeit175 km/h
Mindestgeschwindigkeit50 km/h
Beste Gleitzahl29 bei 73 km/h
Geringstes Sinken0,68 m/s bei 64 km/h
Leergewicht188 kg 
Zuladung87 kg
Besatzung1 Pilot 
Baujahr1958

Nachdem ab 28. April 1951 der Segelflug in Deutschland wieder erlaubt war, stieg in den Segelflugvereinen auch der Bedarf an einsitzigen Flugzeugen für den aufstrebenden Leistungssegelflug. 

Mit dem Spatz A entwickelte Scheibe – als zweite Konstruktion – die einsitzige Ergänzung zur Mü 13 E, Bergfalke I. Obwohl sich die Spatzen als sehr wendig auszeichneten, hatten sie aufgrund ihrer geringen Flügelschränkung (ausgenommen L Spatz III) die schlechte Eigenschaft, bei überzogenem Flugzustand – ohne besondere Vorwarnung – über die Fläche abzukippen und ins Trudeln überzugehen. Dieser Zustand konnte jedoch durch schnelles Gegenseitenruder (Standardverfahren) sofort beendet werden. Die Flugzeuge der Baureihe Spatz waren mit ca. 500 gebauten Exemplaren das erfolgreichste Produkt der Firma Scheibe-Flugzeugbau GmbH. 

Es wurden folgende verschiedenen Versionen von „Spatzen“ gebaut:

  • A- Spatz
  • B-Spatz
  • L-Spatz
  • Spatz-55
  • L-Spatz 55
  • L-Spatz III
  • Club Spatz SF 30

Bei unserem Spatz handelt es sich um einen L-Spatz 55 vom dem ca. 300 Stück in Deutschland gebaut wurden. Der L-Spatz 55 war eine Weiterentwicklung des Spatz-55 und der Prototyp hatte seinen erstflug 1954. 

Unser Spatz hatte am 29.6.1958 seinen Erstflug. Von 1958 bis 1969 flog er bei der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald in Schopfloch, danach hatte er mehrere Besitzer und flog er bei mehreren Segelflugclubs und Privatpersonen.

Im April 2016 kam er ins Fliegende Museum nach Großenhain.