Stampe SV4

Bilder

Technische Daten

Spannweite: 8,4 m
Länge: 6,8 m
Höhe: 2,8 m
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Reisegeschwindigkeit: 140 km/h
Reichweite: ca. 420 km
Leergewicht: 496 kg
Zuladung: 294 kg
Motor: Renault 4-PO5
Motorart: 4 Zylinder Reihenmotor
Motorstärke: 145PS
Besatzung: 1 Pilot+1 Passagier/Fluglehrer
Baujahr: 1946

Geschichte

Im Jahre 1932 wurde der Konstrukteur von Stampe & Vertongen, Georges Ivanow, mit der Konstruktion einer neuen Maschine beauftragt, der SV-4. Diese lehnte sich deutlich an die De Havilland “Moth” an, welche von der Firma in Belgien vertrieben wurden. Der Erstflug der Stampe fand am 13. Mai 1933 statt. In den nächsten Jahren ging es nur langsam aufwärts, ein tragischer Unfall überschattete die Firma. Erst im Dezember 1944 nahm SNCAN in Frankreich das Design auf und baute später 1.400 Stück für die Armee de l Air. Die SV4A wurde von einem französischen Renault 4-PO5 Motor mit 145 PS angetrieben, mit dem es maximal 198 km/h erreicht. Der Motor wird mit Pressluft aus einer mitgeführten Pressluftflasche gestartet, die durch einen kleinen, vom Motor betriebenen Kompressor immer wieder nachgefüllt wird. Falls nach mehreren erfolglosen Startversuchen die Flasche leer ist, kann der Motor auch von Hand angeworfen werden. Das Flugzeug ist kunstflugtauglich. Modelle, wie unsere Stampe mit Trockensumpfschmierung sind auch rückenflugtauglich. Der Rumpf ist aus verspannten Eschenholz-Leisten aufgebaut und mit Stoff bespannt. Die Tragflächen wie auch das Leitwerk sind ebenfalls aus Holz gebaut. Nur Beschläge, die Verspannungen und Stiele, den Tank sowie die Motoraufhängung bestehen aus Metall.

 

Im Gegensatz zur Tiger Moth besitzt die Stampe & Vertongen SV-4 an beiden Tragflächen Querruder und ist somit besonders wendig um die Längsachse. Einige Stampes haben ein modifiziertes Öl- und Benzinsystem für Rückenflug. Der Typ flog für mindestens 10 Luftwaffen und viele zivile Betreiber weltweit, und ist bis heute das Lieblingsflugzeug der Oldtimer-Kunstflugpiloten. Unsere SV4A D-EJKA wurde 1946 von SNCAN in Frankreich gebaut und hat einen Renault 4-PO5 Motor. Sie flog für die Armee de l Air als Nr. 396, bevor die als F-BDOT an einen Zivilisten verkauft wurde. Von Frankreich aus ging sie 1988 an einen deutschen Eigentümer und von dort an das Fliegende Museum in Augsburg. Heute trägt sie die Farben der Armee de l Air, wo sie die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte.