Morane Saulnier MS 505 Storch

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Technische Daten

Spannweite: 14,3 m
Länge: 9,4 m
Höhe: 3,1 m
Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h
Reisegeschwindigkeit: 145 km/h
Reichweite: ca. 1000 km
Leergewicht: 1065 kg
Zuladung: 525 kg
Motor: Jacobs R-755 A2
Motorart: 7 Zylinder Sternmotor
Motorstärke: 300PS
Besatzung: 1 Pilot+2 Passagiere
Baujahr: 1946

Geschichte

Der bemerkenswerte Fieseler Storch wurde 1935 von den Fieseler Flugzeugbauwerken als dreisitziges Multitalent entwickelt. Dabei wurden die neusten Erkenntnisse der Aerodynamik berücksichtigt, so dass der Storch mit extrem kurzen Start- und Landebahnen auskommt. Während des zweiten Weltkrieges wurde das Flugzeug von der Luftwaffe an allen Fronten eingesetzt, u.a. als Verbindungs- und Ambulanzflugzeug. Ein großer Teil der Maschinen für die deutsche Luftwaffe wurde in den von Fieseler kontrollierten Morane Saulnier Werken in Frankreich gebaut. Eingesetzt auch von den Luftwaffen Frankreichs, Italiens, Japans, Spaniens, Schwedens und der Schweiz, wurde der Typ außerdem von Mraz in der CSSR und von Meridionali in Italien gebaut. Nach dem Krieg lief die Produktion weiter, in Frankreich hieß der Storch dann MS 500 Criquet, wobei Salmson oder Jacobs Motoren zum Einbau kamen. Die MS 505 bekam später den 300 PS Jacobs R-755-A2 Motor, was das Hauptunterscheidungsmerkmal zu einem originalen „ Storch“ ist.

 

Unsere D-EGTY wurde in der Morane Saulnier Fabrik in Frankreich aus deutschen und französischen Teilen zusammengebaut, hatte einen Argus Motor und trug die Bezeichnung MS 500. Der Rumpf stammt aus deutscher Produktion. Im zweiten Weltkrieg flog die Maschine für die französische Vichy Luftwaffe. 1964 baute Reims Aviation einen 300 PS Jacobs Sternmotor ein, und so flog der Storch einige Jahre für französische Segelfiegerclubs. Wie so viele der MS 505 Störche, die als Schleppflugzeug für Segelflugzeuge dienen können, ist das auch mit unserem möglich, was man an dem Haken und dem großen Seilauslöser im Heck erkennen kann.
1984 fand das Fliegende Museum das Flugzeug in der Nähe von Paris und restaurierte es im darauf folgenden Winter in den flugfähigen Zustand. Heute fliegt sie wieder in den Farben der Esquadrille Air Force Frankreichs.