Morane Saulnier 317

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Technische Daten

Spannweite: 12,1 m
Länge: 7,6 m
Höhe: 2,7 m
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Reisegeschwindigkeit: 165 km/h
Reichweite: ca. 600 km
Leergewicht: 697 kg
Zuladung: 353 kg
Motor: Conti W670
Motorart: 7 Zylinder Sternmotor
Motorstärke: 220 PS
Besatzung: 1 Pilot + 1 Passagier/Fluglehrer
Baujahr: 1946

Geschichte

Die Morane Saulnier 315 war das letzte erfolgreiche Muster des Französischen Herstellers, die sich alle durch seine Hochdecker-Auslegung auszeichneten. Die Morane 317 war der Nachfolger der MS 230, welche hauptsächlich der französischen Armee als Schulungsflugzeug diente und ab 1929 ca. 1000 Stück gebaut wurden. Die MS 315 war leichter als die MS 230 und wurde mit einem Salmson 9Nc Sternmotor mit 135 PS ausgerüstet. Im Anschluß an den Bau von vier Prototypen erhielt Morane-Saulnier von der französischen Luftwaffe einen Auftrag zur Herstellung von 343 Einheiten, von denen 33 erst nach dem zweiten Weltkrieg endmontiert wurden. Das Flugzeug war hervorragend für den Kunstflug geeignet und wurde auch von bekannten Piloten wie Thoret, Fleurquin oder Detroyat geflogen. Lange Zeit bildete die MS 315 das Standardmuster der französischen Luftwaffenschulen, wurde aber auch von den Marinefliegern benutzt. Bei der Luftwaffe wurden die Maschinen mit einem Continental W670-6A ausgerüstet, welcher über 220 PS verfügte und die Maschinen bekamen die neue Typenbezeichnung MS 317.

 

Die Morane Saulnier 317 eignete sich besonders gut als Schulungsflugzeug, da sie über gutmütige Flugeigenschaften verfügte und eine stabile und robuste Konstruktion war. Weiterhin zeichnete sie sich durch ihre guten Kurzstart- und Steigflugeigenschaften aus. Bis Ende der 40’ger Jahre übten angehende Jägerpiloten noch Ihre Starts und Landungen auf der MS 317. Danach trug auch die französische Luftwaffe der schnellen Entwicklung Rechnung und wählte für die Grundausbildung Ihrer Piloten ein komplexeres Flugzeug aus, die North American T6. Die ca. 40 nach dem Zweiten Weltkrieg verbliebenen und bei der Luftwaffe ausgemusterten MS 317 dienten in zahlreichen Flugsportvereinen als Schulungsflugzeug oder F-Schlepp-Flugzeug.
Die Geschichte unserer MS 317 liegt wie die Geschichte vieler MS 315/ MS317 liegt leider im Dunkel. Der letzte Anhaltspunkt ihres fliegerischen Daseins ist die französosche Registrierung F-BBQE, unter welcher sie jahrelang im Terminal Frankfurt/Main hing und danach in den Besitz von Josef Koch überging.
Seit 2008 wurde sie restauriert um eine der 6 flugfähigen weltweit zu sein.